Montag, 17. Oktober 2011

Endlich hier angekommen!

Herzlich Willkommen meine lieben imaginären bis virtuellen Leser hier auf meinem Blog.
In einem Zeitalter indem alles (googletauglich) festgehalten werden sollte, kann ich nicht umhin, euch hiermit (wie so viele andere auch) ebenfalls Einblick in mein Auslandsjahr zu gewährleisten ;)
Ich hoffe also, dass ihr viel Spaß am Lesen meiner Beiträge habt, und falls das nicht der Fall ist: schaut euch einfach meine lustigen Bilder an, die ich von Zeit zu Zeit hochladen werde.

Beginnen möchte ich meinen mit einem Zitat:

Wir hatten nach meiner Berechnung den 06. September, als ich den Fuß zuerst auf das fürchterliche Eiland setzte, es war also die Jahreszeit, in welcher bei uns die Sonne in der herbstlichen Tag- und Nachtgleiche steht. Dort dagegen glühete sie senkrecht über meinem Scheitel. (Robinson Crusoe)

Nun fürchterlich ist dieses Eiland hier sicherlich nicht, allerdings war es die Reise dorthin.

Die Eindrücke auf meiner neu-amerikanischen Seele prägten mich zugleich schwer, war ich nämlich nur knapp aus Washington in letzter Sekunde entkommen. Ich hatte dort eigentlich aufgrund zu langer Visa-Stempel-Wartezeit meinen Anschlussflug schon verpasst und nur durch eine Flugverspätung desselbigen die Chance erhalten dann doch mit ihm zu fliegen. In Burlington (meinem Vermonter Zielflughafen) wurde ich dann von meiner Chefin und Kollegin Frau Matthias abgeholt und sicher heimgebracht. Die Bestandaufnahme meiner Reisesachen lautet wie folgt: sehr wenig Kleider (mir ist nie aufgefalle wie wenig ich habe), einen Badmintonschläger, eine Gitarre, extra-Seiten für die Gitarre, Tischtennisschläger und -bälle, eine gute Jacke, zwei schlechte Schuhe, einen dünnen Schal, einen Strohhut, Rasier und Duschzeug, Zahnbürste, meinen Laptop, mein Mäppchen, dass mich seit meiner Kindheit stehts treu begleitet, Schreibsachen, Kopfhörer, Hunger, Augenringe, Aufregung und den Willen der allerbeste zu werden ( Ash-Ketchum-Style). In Middlebury selbst angekommen, fiel ich auch erstmal ins Bett.


Seitdem sind 6 Wochen vergangen und inzwischen hat sich mein Koffer geleert und mein Schrank sich gefüllt. Ich besitze inzwischen einen neuen Badmintonschläger und auch sonstiges materielles Zeug und konnte Dinge wie Hunger, Aufregung und Augenringe in Zufriedenheit umtauschen. Meine Aufgaben hier in Middlebury halten mich gut bei Laune. Für die Listen-Fans unter uns (zu denen womöglich fast nur ich zähle, aber es ist immerhin mein Blog und ich habe die Macht (He-man-Style)), hier ist eine Liste:
-> 1x die Woche 2 Kurse unterrichten (Deutsch 101, ganz kleine Kurse von 8 bzw. 16 Leuten)
-> 3x die Woche Shakespearekurs (für mich selbst) + wöchentliche verpflichtende Diskussionsrunde + wöchentliches verpflichtendes Movie-Screening (jede Woche lesen wir 1 Shakespearestück und das wird dann als Film oder Theateraufführung für uns gezeigt)
-> 2x die Woche Badminton spielen (mein Hobby... und es macht Spaß es endlich mal richtig zu machen. Die Leute dort sind unterschiedlich stark und ich reihe mich da im oberen Mittelfeld ein habe aber natürlich die Ambition Middleburys Badmintonlegende zu werden über die man in 500 Jahren noch spricht und der zu Ehren man eine goldene Statue errichtet die man vor jedem Training zeremoniell für 1-2 Stunden ehren sollte. Kurzum: mir gehts nur darum Spaß zu haben :))
-> 1x die Woche Filmabend (im Deutschhaus, meiner Unterkunft im Film- und Wohnkeller, jeweils immer ein Deutscher Film: bereits gezeigt: Barfuss, Soul kitchen, Baader-Meinhoff complex, Goodbye Lenin! Die fetten Jahre sind vorbei, Napola)
-> 1x die Woche Kaffestunde (für die ich jeweils immer 2 Kuchen Backe. Schon gebacken: Gedeckter und offener Apfelkuchen, Apfelstrudel, Kirschkurchen, Marmorkuchen, Zitronenkuchen, Orangenkuchen, sowie Käse-Mandarinenkuchen ).
-> Ab und zu Treffen mit dem Haus
-> Studenten tutoren. Und zwar immer wenn sie Fragen zu Hausaufgaben haben. Zusätzlich soll ich auch mit ihnen ihre Aufsätze korrigieren.
-> Korrektur und Hilfe bei Arbeiten unserer 101er
-> Jeden Tag zum Mittagessen zum Sprachtisch gehen: der Sprachtisch ist ein Tisch an dem nur eine Sprache gesprochen wird (bei uns natürlich Deutsch) und zu dem die 101er und die 201er Studenten gehen müssen. Wir werden dort bedient (normalerweise von Muttersprachlern oder 303ern und höher) und bekommen speziell essen gekocht (3 Gänge!). Es ist meißtens ausgesprochen lecker!
-> die Zeit genießen.

Alles in Allem habe ich also viel zu tun (besonders weil auch mein eigener SP-Kurs nicht gerade wenig Arbeit ist), und bin dementsprechend beschäftigt. Es kommen natürlich noch die unzähligen Skypedates hinzu die ich mit euch lieben Leuten habe, die Hausarbeiten die ich dann und wann schreibe und vorstelle, Shoppen, sich mit Leuten treffen, etc.

Da aber eine so große Wand aus Text erstmal nicht so toll aussieht, beende ich meinen Post hiermit und verspreche im nächsten Beitrag Bilder zu posten.

Außerdem in der nächsten Episode von "Almost Hogwarts" mit dem Titel: "So that's the freaking stuff he is doing uproad... and that's also where he is doing it"
-> Beschreibung meiner Leute hier
-> Das Weiterführen von Listen (Und alle Listen-Fans so: "Yaaaay!")
-> Bilder der Gegend, des Deutschhauses, der anderen Gebäude hier und der Umgebung

Bye,

Saschason Crusoeberger

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